
Im Dienst für Hamburg
Jan Hofer, Chefsprecher der Tagesschau, setzt sich als Beiratsvorsitzender der Stiftung Binnenalster für das Bestehen unserer traditionellen Alstertanne ein. Darüber und wie er sein Weihnachten verbringt, sprachen wir mit dem 59-Jährigen.
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Alstertal-Magazin: Seit 2000 sind Sie Beiratsvorsitzender der Stiftung Binnenalster. Warum liegt Ihnen diese Stiftung so am Herzen?
Jan Hofer: Die Stiftung kümmert sich um drei „Hamburgensien“, die ansonsten wegfallen oder nicht mehr funktionsfähig erhalten werden könnten: Das sind die Alsterfontäne, die Alstertanne und der einige Brunnen im Stadtgebiet.
Stichwort „Alstertanne. Welchen Stellenwert hat sie für Hamburg?
Die Alstertanne ist, genau wie die Alsterfontäne, ein kleines Wahrzeichen der Stadt. Jeder der mit dem Zug oder dem Auto über die Brücke in die Stadt fährt, wird davon begrüßt. Für mich ist der Anblick der Tanne oder Fontäne immer das Zeichen wieder zuhause zu sein. Ich weiß aus Gesprächen mit vielen Hamburgern, dass sie das genauso empfinden.
Wie schwer ist es, dieses Wahrzeichen Jahr für Jahr zu erhalten?
Sehr. Die meisten Bewohner der Stadt glauben, dass Tanne oder Fontäne eine städtische Angelegenheit seien und somit die öffentliche Hand dafür zuständig ist. Das ist nicht der Fall. Die Stiftung ist eine private Stiftung, sie sich ausschließlich aus der Arbeit der Vorstands- und Beiratsmitglieder, sowie aus Sponsorengeldern finanziert. Wir sind sehr dankbar, dass Frau Schnabel oder Herr Powalla, beide großzügige Mäzene in vielen Bereichen, in den letzten Jahren die fehlenden Summen beigetragen haben. In Zeiten knapper Kassen ist es wirklich mühsam die Finanzierung Jahr für Jahr zu sichern.
Welche Summe muss denn jährlich für die Tanne zusammenkommen?
Für die Tanne benötigen wir etwa 340.000 Euro.
Wofür wird das Geld im Einzelnen verwendet?
Das sind vielfältige Posten: der Ponton, auf dem der Baum installiert wird, Auf – und Abbau, Strom, Barkassenfahrten, Entsorgung der Tanne nach Abbau und viele weitere Kosten sind zu bewältigen.
Wie groß ist die Tanne in diesem Jahr?
Rund 20 Meter ist sie hoch. Sie ist – wie in jedem Jahr – ein wunderbarer Blickfang sein wird.
Wie wichtig ist Ihnen der Weihnachtsbaum in den eigenen vier Wänden?
Wir holen unseren Baum traditionell aus heimischen Beständen beim Förster im Niendorfer Gehege. Er ist so groß wie möglich, sodass er genau bis unter die Decke des Wohnzimmers reicht.
Außerdem wird er reich geschmückt und jedes Jahr kommt etwas Neues hinzu. Wichtig sind uns die „echten“ Kerzen.
Und wie verbringen Sie das Weihnachtsfest?
Unsere drei Kinder sind inzwischen Studenten und auf der Welt verstreut. Wir freuen uns, Sie zur Weihnachtszeit bei uns zu haben und im Kreise der Familie feiern zu können. Allerdings schläft das Weltgeschehen auch über die Feiertage nicht und auch die Tagesschau fordert ihren Tribut. Das heißt ich muss auch über die Feiertage und am Heiligen Abend „zum Dienst“. Christiane Kaufholt









